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05.03.2018 Montag Tauchen mit der FFW Oldenburg

Eistaucher üben In Oldenburg

Unter dem Motto „Unter Wasser ist es wärmer“ trauten sich mehrere Taucher unter die zentimeterdicke Eisfläche. Für die Feuerwehr ist das Eistauchen eine wichtige Übung.

Sonne, Strand, herumtobende Kinder: Fast alles erinnerte am Samstagnachmittag am kleinen Bornhorster See an einen schönen Sommertag. Wenn da nur nicht die minus vier Grad Kälte und der böige Ostwind gewesen wären, der einen schon am Ufer zum Zittern brachte. Die Freiwillige Feuerwehr und die dazugehörige Wasserrettung, die Ortsgruppe der DLRG Ganderkesee sowie zwei Sporttaucher des Vereins Oldenburger Delphine störten diese Umstände aber keineswegs. „Es muss ja geübt werden“, erzählte Dennis von der Wasserrettung.

Unter diesem Motto stiegen zehn Taucher in zwei kleine Löcher im acht Zentimeter dicken Eis des kleinen Bornhorster Sees, um den Ernstfall zu proben. Die Taucher wurden von einer Sicherheitsgruppe begleitet, damit sie angeleint unter der Eisfläche tauchen konnten. So kann der Taucher bei Komplikationen aus dem Wasser gezogen werden. Die Taucher waren außerdem mit halbtrockenen Neoprenanzügen ausgestattet, die einen geringen Wassereintritt zulassen, aber durch das starke Neopren für eine gute Wärmeisolierung sorgen. „Es war echt angenehm“, berichtete Eike Hornbostel, Sporttaucher und Ausbildungsleiter beim Verein Oldenburger Delphine, nachdem er vom Tauchgang zurückkehrte.

Rund 20 Minuten verbrachte der Sporttaucher unter dem Eis. „Im Wasser ist es wärmer als draußen und unter Wasser war wenigstens nicht dieser fiese Wind!“ Die Wassertemperatur lag schätzungsweise bei zwei Grad.

Hornbostel erklärte, dass man beim Eistauchen normalerweise eine sehr gute Sicht hat, da keine Bewegung im Wasser ist und alle Schwebeteilchen ruhig sind. „Heute hatten wir eine sehr schlechte Sicht. An den besseren Stellen hatten wir ein bis zwei Meter Sicht, an den schlechteren unter einem Meter – das hat uns gewundert.“ Ihn fasziniert das Eistauchen schon lange – fast jedes Jahr wagt er sich unter die Eisfläche. „Es ist witzig, oben drüber ist alles zu und es gibt wenig Licht. Das ist total interessant.“

Angst habe Hornbostel unter Wasser schon lange nicht mehr, da ändere auch die Eisfläche nichts. „Sonst kann man die Oberfläche meistens auch nicht sehen“, sagte er. „Aber natürlich hat man Respekt und geht gut ausgebildet vor, um Risiken zu vermeiden.“ Für ihn sei das Eistauchen noch etwas Besonderes, da das Tauchen an der Leine für Sporttaucher eher ungewohnt sei. Er erklärte, dass es viel Vertrauen in den Leinenmann bräuchte und man sich zunächst daran gewöhnen müsse.

„Nicht jeder kann direkt eistauchen“, erzählte Hornborstel. Bei einem speziellen Training werde vor allem das Tauchen mit der Leine geübt. „Darüber kann man dem Leinenmann verschiedene Signale senden – das braucht Übung!“

https://www.nwzonline.de/oldenburg/blaulicht/oldenburg-eistaucher-ueben-in-oldenburg-zwischen-faszination-und-gefahr_a_50,1,108110589.html

Von: Kristoff Braun

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